Director’s Statement

Es geht in Storno um das Zusammenprallen von Alt und Neu, um die "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen". Wie lebt es sich in einem Dorf, das irgendwie immer an der Schwelle zu stehen scheint und in dem jede Veränderung offensichtlich und einschneidend ist? Was bewegt die Menschen, welche Träume haben sie, welche Sehnsüchte? Und was hält sie letzten Endes im Dorf? Ich habe versucht, das Landleben so realistisch darzustellen, wie es im Rahmen der Geschichte möglich war. Natürlich läßt sich in neunzig Minuten Film nicht alles unterbringen. Ich wollte diese Realität so zeigen, daß sie sich zum Märchen öffnen darf – daß Märchen, Wünsche und Sehnsüchte mit zu dieser Realität gehören. Ich wollte einen Sommerfilm machen - auch wenn die Sonne während der Dreharbeiten viel zu selten in Erscheinung trat. Die Leichtigkeit ist Programm, das Lächeln, auch über sich selbst, steht am Ende des Films – ein sommerliches Heimatmovie.

Der Ausgangspunkt für den Film hat mit dem Schlussbild zu tun: Steffi und Gabi auf dem Parkplatz, sie haben es geschafft, sie könnten gehen – das ist ihre wesentliche Erfahrung. Aber sie müssen nicht gehen. Sie haben eine ganz neue, selbstbewusste Entscheidungsfreiheit gewonnen, sie haben ihrem scheinbar vorgezeichneten Schicksal ein Schnippchen geschlagen. Was sie vielleicht von vielen unterscheidet, ist ihr Eigensinn und ihr Beharren auf ihren Träumen und Sehnsüchten, so dumm und banal sie erscheinen mögen. Und es ist ihr Mut, am Ende das Alte mit neuem Blick wiederzuentdecken und zu lachen: Über die verpaßten Möglichkeiten , die verlorenen Jahre, die unerwarteten Winkelzüge des Schicksals. Happy-Ends sind kein Muss in Hassenhausen.

(Auszug aus einem Interview mit Elke Weber-Moore)



Vollständiges Interview als pdf (ca. 40 kB)






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